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Glücklich

So viele junge Mädchen berichten im Internet über ihren trostlosen Alltag, über ihr scheinbar verkorkstes Leben.
Es gibt aber keine totale Berichterstattung, nein.
Es werden kleine Metaphern oder Verse, meist ein Ausschnitt aus dem aktuellen Lieblingslied, publiziert, die darauf schließen lassen, dass etwas nicht stimmt. Zu viel wird nicht verraten.
Nur, dass man glücklich sein möchte.
Ich frage mich, was die Zeit zwischen dem dreizehntem und dem siebzehntem Lebensjahr so aussichtlos erscheinen lässt.

5.8.09 00:04


Fahrtwind

Amélie-Verschnitte, die sich durch "im Regen tanzen", "analoger Fotografie" und "Berlin" definieren, sich aber beim "im Regen tanzen" eine Erkältung zuziehen, beim "analogen Fotografieren" nicht wissen, wie lange sie belichten müssen und nur nach Berlin wollen, weil es DIE hippe Metropole ist und eigentlich jeder schon einmal da war.
Die Fahrtwind lieben, weil er zu den kleinen Dingen des Lebens gehört, die man lieben und genießen muss.
Die der Meinung sind, "das Leben auf sich regnen zu lassen" und sich um Materielles und um die Zukunft keine Gedanken machen wollen, aber dann dringend Geld für ihre "Vintage"-Garderobe brauchen und weinen, wenn sie in Kunst eine vier Minus bekommen und sie feststellen, dass sie für die Kunstakademie einfach viel zu unbegabt sind.
Die Selbstinszenierung hat Überhand genommen.
Es geht nicht mehr um die eigentlichen kreativen Aktivitäten.
Kunst ist zur Maske des trostlosen Individuums geworden. Schade.

 

4.8.09 17:22